KI hat die Kinderschuhe ausgezogen – ein Rückblick auf 2025

Hallo zusammen!

Wenn wir in ein paar Jahren zurückblicken, wird 2025 als das Jahr in die Geschichte eingehen, in dem die Künstliche Intelligenz ihre „Kinderschuhe“ endgültig ausgezogen hat. Wir haben den Sprung von reinen Chat-Programmen hin zu echten digitalen Entitäten erlebt, die planen, entscheiden und handeln können.

Ich habe das ganze Jahr über hunderte Tools getestet und unzählige Paper gelesen. Heute möchte ich mit dir die Meilensteine teilen, die dieses Jahr so besonders gemacht haben – ausführlich, ehrlich und mit den wichtigsten Links für deine eigene Recherche.


⏱️ Das Jahr 2025 im Zeitraffer

  • Der Durchbruch der Agenten: KI-Modelle arbeiten jetzt ganze To-Do-Listen autonom ab.
  • Omni-Modalität: Die Trennung zwischen Text, Bild, Video und Audio ist Geschichte.
  • Open-Source-Triumph: Modelle wie Llama 4 haben das Monopol der großen Tech-Giganten gebrochen.
  • Regulierung: Der EU AI Act ist in Kraft getreten und schafft erste klare Leitplanken.

1. Von ChatGPT zu „Agentic AI“: Die große Transformation

Das wichtigste Wort des Jahres 2025 war ohne Zweifel „Agentic AI“. Während wir 2024 noch mühsam jeden Schritt einzeln eingeben mussten, erledigen KI-Agenten heute komplexe Workflows.

Ein Agent ist mehr als ein Chatbot: Er nutzt Tools, durchsucht das Web, schreibt Code und korrigiert sich selbst, wenn etwas schiefgeht.

  • Besonderer Fokus: Frameworks wie LangChain oder Microsoft AutoGen haben es Entwicklern ermöglicht, Assistenten zu bauen, die ganze Abteilungen in der Buchhaltung oder im Kundenservice unterstützen.
  • Warum das wichtig ist: Wir bewegen uns weg vom „Prompt Engineering“ hin zum „Goal Engineering“. Wir geben das Ziel vor, die KI findet den Weg.

2. Die Video-Revolution: Hollywood aus der Cloud

Anfang 2025 war die Aufregung um OpenAI Sora riesig. Doch der Markt ist explodiert. Konkurrenten wie Kling AI aus China oder Luma Dream Machine haben gezeigt, dass fotorealistische Videos auf Knopfdruck kein Privileg von US-Firmen mehr sind.

Besonders faszinierend: Consistent Characters. Es ist jetzt möglich, dieselbe Person in völlig unterschiedlichen Szenen konsistent darzustellen – ein Riesenschritt für das Storytelling und das Marketing.


3. Die „Großen Drei“ und der Open-Source-Angriff

Das Machtgefüge hat sich 2025 massiv verschoben. OpenAI (mit GPT-5/o), Google (mit Gemini 2.0) und Anthropic (mit Claude 3.5/4) liefern sich ein Kopf-an-Kopf-Rennen.

  • Claude 3.5 Sonnet hat sich für viele (mich eingeschlossen) zum Favoriten für Coding und nuanciertes Schreiben entwickelt, da es sich „menschlicher“ anfühlt.
  • Der Gamechanger: Metas Llama 4 hat bewiesen, dass Open-Source-Modelle genauso leistungsfähig sein können wie die teuren Abo-Modelle. Das ermöglicht es Firmen, ihre eigene KI sicher auf eigenen Servern zu betreiben.

4. Hardware: KI zum Anziehen

2025 war auch das Jahr, in dem die KI den Laptop verlassen hat. Erste ernsthafte KI-Wearables sind im Alltag aufgetaucht.

  • Humane AI Pin und das Rabbit R1 waren die Vorreiter, aber die zweite Generation (oft integriert in Brillen wie die Ray-Ban Meta) hat dieses Jahr den Durchbruch geschafft.
  • Die Idee: Ein Leben ohne ständig auf einen Bildschirm zu starren. Die KI flüstert uns Infos ins Ohr oder erkennt über eine Kamera, was wir gerade vor uns haben („Was ist das für eine Pflanze?“).

5. Ethik & Sicherheit: Der Blick hinter die Kulissen

Wir können keinen Rückblick schreiben, ohne über die Schattenseiten zu sprechen. Deepfakes sind 2025 zu einer echten Herausforderung für Wahlen und die Cybersicherheit geworden.

  • Gegenbewegung: Der C2PA-Standard (Content Credentials) wurde von Adobe, Microsoft und vielen Kameraherstellern integriert. Wenn du heute ein Bild im Web siehst, kannst du oft über Tools wie den Verify-Service prüfen, ob eine KI am Werk war.
  • Gesetze: Der EU AI Act ist nun das globale Vorbild für die Regulierung und zwingt Entwickler zu mehr Transparenz.

Mein persönliches Fazit: Ein Jahr voller Demut

Wenn ich eines in 2025 gelernt habe, dann das: Demut. Die Geschwindigkeit, mit der diese Technologie lernt, ist atemberaubend. KI ist kein Spielzeug mehr, sie ist das wichtigste Werkzeug unserer Generation.

Mein Rat für 2026: Warte nicht darauf, dass die Entwicklung langsamer wird – das wird sie nicht. Fang an, die Agenten für dich arbeiten zu lassen, probiere die neuen Video-Tools aus und bleib vor allem kritisch.

Was war dein persönlicher „KI-Moment“ des Jahres? Welches Tool hat deinen Workflow gerettet oder dich völlig verblüfft? Lass es mich in den Kommentaren wissen!


Entdecke mehr von Grundwissen zu Künstlicher Intelligenz

Melde dich für ein Abonnement an, um die neuesten Beiträge per E-Mail zu erhalten.

Schreibe einen Kommentar

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.